Season 3, Folge 4
The Walking Dead

Anhand der Masse von „OMG“ und „WTF“-Tweets, die knapp nach der US-Ausstrahlung von The Walking Dead-Fans abgeschickt wurden, war klar, dass in dieser Folge der eine oder andere massive Storytwist enthalten war. Ehrlich gesagt: So schlimm war‘s nicht. Lory ist tot, und das ist auch gut so. Nachdem die Drehbuchautoren sie von einer betrügenden Ehefrau und schlechten Mutter in Staffel Drei zur schwanger herumstehenden Langweilerin gemacht hatten, war bald abzusehen, dass in zukünftigen Storylines kein Platz für Lori Grimes reserviert sein würde. Gepaart wurde das ganze mit einem dramatischen Heldentod von T-Dog, der sein ganzes Seriendasein als belanglose Nebenfigur verbracht hatte. Was war passiert? Die Gang hat sich zu Beginn der Folge schon gut im Gefängnis eingelebt. Irgendwann tauchen die bereits bekannten Häftlinge auf und wollen sich der Gruppe anschließen, was ihnen vom „neuen“, strengen Rick verwehrt wird. Plötzlich erscheinen Herden an Zombies - ein Anschlag von weiteren überlebenden Gefängnisinsassen, wie sich später herausstellen sollte. Diese aktivieren auch gleich den Alarm, was für eine in Horrormaßstäben ausgezeichnete Stimmung sorgt: Flucht durch enge Gänge, nur schwach beleuchtet, dazu heult eine Sirene. Was will man mehr? Die Gruppe muss sich aufteilen. T-Bone wird gebissen und opfert sich, damit Carol davonlaufen kann. Rick und Daryl dringen in die Gefängniszentrale ein, um den Alarm abzuschalten. Dort treffen sie auf andere Überlebende, es wird knapp, doch Rick gewinnt den Kampf. Lori, Carl und Maggie verlaufen sich, natürlich setzen genau in diesem Moment bei Lori Wehen ein. Die Geburt verläuft nicht wie geplant, Maggie und Carl können nicht viel ausrichten. Es bleibt nichts übrig, als einen Kaiserschnitt durchzuführen. „Save my baby“, kreischt Lori und die für sie fatale Operation beginnt. Das ist alles ziemlich herzzereißend, aber irgendwann fließt mehr Schmalz als Blut, was auch nicht Sinn der Serie sein sollte. Spannender ist da Storyline II („Woodsbury“), in der Samuraikriegerin Michonne endlich zu sprechen begonnen und der Gouvernor seinen Namen (Philip) verraten hat. Recht viel mehr erfährt man hier allerdings auch nicht.