THE NEWSROOM
Fernsehen, wie es auch
sein könnte.

Auf Sky zu sehen. 

 

 

Season 2, Folge 2
The Newsroom

Das Leben so nah!

Wahnsinn, wie das nun alles plausibler, näher dran am echten Leben wird bei „The Newsroom“, Season 2. Das beginnt schon – beim Vorspann. Da fällt doch, gerade in dem Moment, in dem der Name des Production Designers eingeblendet wird eine Espressotasse um und verschüttet die Schwarze Brühe über die New York Times, über einen Artikel, den der Redakteur schon fein säuberlich mit Textmarker zum Abfilmen vorbereitet hat. Cool, nicht? 

Alles ist anders, alles so viel näher am Leben: Da gibt es plötzlich sogar zwei schwarze Mitarbeiter im „The Newsroom“-Team (seltsam, wo wir drüber nachdenken, in „The WestWing“ hatte Sorkin mit Ausnahme von Charlie auch keine Afro-Americans besetzt, oder? Und bei Sports Night auch nicht. Und bei Studio 60? War das nicht auch ausnahmslos weiß?) Und es gibt Beziehungsstress (okay, den gab es im Vorjahr auch). Aber dieses Mal ist es nicht mehr so kitschig wie in Season eins. Wenn sich zum Beispiel Sloan wie ein schüchterner Teenager an Don ranmacht; oder wenn Neal mit einer Aktivistin von Occupy Wallstreet flirtet, ohne so recht zu wissen ob er sich jetzt für sie interessiert oder doch für die Geschichte. Oder wenn Jim, immer noch total liebeskumrig in New Hamshire sitzt und von einer Kollegin angebaggert wird und ebenfalls nicht so recht weiß wie er damit umgehen soll. Lebensechter. Total.

Wobei der The Newsroom natürlich immer noch von total guten Menschen gemacht wird. In der Main-Story-Line spitzt entwickeln sich MacKenzie und der Jim Nachfolger Jerry (Achtung: höchste Verwechslungsgefahr, Anm.) zu Superinvestigativ-Reportern. Sie haben nun einen Ex-Marine gefunden, der ihnen erzählt, im Einsatz der US-Army Nervengas eingesetzt zu haben. Don wiederum verzweifelt, weil er einem – offenbar unschuldig - zu Tode Verurteilten nicht mehr rechtzeitig helfen kann. Und Neal kippt immer mehr in die Occupy Wallstreet bewegung hinein, so weit, dass er bei Protesten sogar verhaftet wird. Obwohl er sich als Journalist ausgegeben hatte.

Wie bei Sorkin üblich sind hier also alle wieder auf der richtigen Seite. Toll eigentlich. Total lebensecht.
Welches Land hat nochmal dieses Problem mit Edward Snowden?.