Season 3, Folge 9
Homeland

Brody ist zurück auf amerikanischem Boden, versteckt in einem Safe-House der CIA. Dort soll ihn eine Spezialeinheit wieder aufpeppen, da er eine essenzielle Rolle in Sauls Iran-Plänen spielt. Die Zeit drängt - Senator Lockhart wird bald als neuer CIA-Direktor angelobt werden, bis dahin muss Brody wieder fit sein.

Cold Turkey

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Der kalte Entzug bringt ihn beinahe um, ein verbotenes Mittel namens Ibogain soll helfen. Das beschleunigt die Entgiftung, führt aber zu schlimmen Halluzinationen. Dadurch kommt es zu einem Wiedersehen mit Nazir und Tom Walker, die vor allem durch Damien Lewis' schauspielerische Qualitäten gerettet wird. Brody überlebt den Entzug zwar, ist aber apathisch und unwillens, Saul zu helfen.

One Last Time

Der wendet sich wie immer an Carrie, die selbst mit einer Schusswunde im Krankenhaus liegt. Ihr ist inzwischen klar, dass Brody zurück ist, da sie Senator Lockhart über Sauls Aufenthalt in Venezuela informiert hat. Das irritiert wiederum die CIA: Woher hat Lockhart diese Information? Virgil und Max untersuchen Sauls Haus und finden die von Bernard versteckte Wanze. Der entpuppt sich wiederum als Mossad-Agent, der Lockhart mit Informationen beliefert hat.

Eigentlich Munition genug, um Lockharts Antritt als CIA-Direktor zu sabotieren. Doch Saul will seine Frau Mira beschützen, deren Affäre mit Bernard die Abhöraktion überhaupt ermöglichte. Saul handelt mit Lockhart einen Deal aus: Dieser solle seine Angelobung um einige Wochen verschieben. Das gibt der CIA wiederum mehr Zeit, Brody aufzupeppen.

Carrie ist an Bord, sie weiß um Brodys Schwachstelle: Dana. Gemeinsam mit einem Special-Ops Team führt sie Brody zu dem Motel, wo Dana nun als Zimmermädchen tätig ist. Das gibt ihm genug Antrieb, um einzuwilligen. Binnen drei Wochen mausert sich der fast tote Junkie zum überfitten Marine. Das erste Glaubwürdigkeitsproblem dieser Folge.

Glaubwürdigkeit als Opfer

Das zweite: Bevor die Mission startet, fordert Brody ein Gespräch mit Dana. Und Carrie stimmt tatsächlich zu. Sie bringt Brody vom Safe-House zum Motel (!), wo sie ihn alleine (!) mit Dana sprechen lässt (!!). Die liefert zwar eine herzergreifende „Ich möchte dich nie mehr sehen“-Rede, doch ob die Szene den Verlust an Validität wirklich Wert ist, kann angezweifelt werden.

Man stelle sich das einmal vor: Carrie schafft es, das Asset Nummer 1 der CIA aus einem Stützpunkt zu schmuggeln, fährt mit ihm - dem meistgesuchten Terroristen der USA - am Beifahrersitz zu einem Motel und lässt ihn allein zu seiner Tochter. Was, wenn diese die Polizei alarmiert? Was, wenn jemand Brody erkennt? Bullshit.

Zurück im Safehouse wartet natürlich schon Saul mit der üblichen Schelte. Carrie fordert mehr Vertrauen ein, immerhin könne die Mission nun starten. Und die hat es so in sich, dass ein Weiterschauen von Homeland sich lohnen dürfte.

Asyl für Brody

Brody soll kurz vor der iranischen Grenze abgesetzt werden und um politisches Asyl ansuchen. Würdenträger der islamischen Republik würden sich dann, so Sauls Hypothese, mit Brody schmücken - und ihm dadurch die Möglichkeit bieten, ein Attentat auf den Chef des iranischen Geheimdiensts zu verüben. Ein Special Ops Team werde Brody anschließend außer Land bringen und Doppelagent Javadi zum neuen Geheimdienstdirektor machen.

Ein hanebüchener Plan, der aber Spannung verspricht. Und endlich: CIA-Operationen dort, wo sie tatsächlich stattfinden - im Ausland. Nur noch sechsmal schlafen.