Season 6, Folge 10
Californication

Becca will weg und durch Europa reisen, und wer kann es ihr verübeln außer natürlich Hank, für den das überhaupt nicht in Frage kommt, nur um dann selbst abzuhauen, mit Faith, die, wie sie später sagen wird, eine Crisis of Faith hat und zu ihren Eltern fährt, die Mutter eine erzreligiöse Schreckschraube, die überall herumerzählt, Faith sei im Peace Corps, während sie doch eigentlich mit den Rockstars dieser Welt so lange um den Globus vögelt, bis der Tourbus an den einen oder anderen Ozean stößt, der Vater ein tierpornoaffiner Pragmatiker, der sich irgendwie mit der Schreckschraube, ihren Christusstatuen und der mehr von der Rockheiligkeit angezogenen Tochter eingerichtet hat, die plötzlich wieder zuhause auftaucht, nach all den Jahren, in denen ihr niemand verziehen hat, ihre Mutter nicht, die ehemaligen Schulkolleginnen nicht und auch der Vater nicht so wirklich, weshalb sie dann, im Traum, gleich zu Jesus persönlich geht, im Collegemädchenlook und mit einer Flasche Bourbon steht Faith, die mal Nonne werden wollte, vor dem ans Kreuz genagelten Atticus, der sich zur Marilyn-Manson-Version von Personal Jesus selbst vom Kreuz sprengt, was Faith mit einem kernigen Watch out, Jesus! kommentiert, zu ihr herabsteigt, sie küsst und ihr wie in der großen, genialischen, amerikanischen Werbekampagne versprochen versichtert, Jesus loves you”, woraufhin sie aufwacht, erleuchtet, erleichtert, und ihrem Vater den Fernseher abdreht, ihrer Mutter das Kreuz des verstorbenen Rockstars in die Hand drückt, und Hank weckt, der den Porsche anwirft, zurück in die Stadt fährt, Karen und Becca aufsucht und sagt, sie könne gehen, sie müsse los, raus in die Welt, ach, was ist das schön, und ach, wie konnten wir eigentlich übersehen, dass diese dann doch wieder nicht ganz verkehrte Serie die besten aller Erziehungstipps bereit hält. Ideen?