Season 6, Folge 8
Californication

Hank braucht gar nicht viel zu sagen, denn Becca sieht es ohnehin an seiner sich runzelnden Stirn, seinen, jeden direkten Kontakt vermeidenden Augen und den zuckenden Mundwinkeln, und ja, Hank spricht es schließlich sogar aus, sagt, Becca solle ihr Manuskript in eine Lade sperren, seine Geburt mit ordentlich Alkohol begießen, es dann vergessen und mit dem nächsten beginnen, und ja, Becca nimmt das überhaupt nicht gut auf, was man ihr nicht wirklich verdenken kann, aber Hank, und da haben sich die Californication-Schreiber mal wieder selbst übertroffen, kriegt seine Schriftstellerarroganz gleich zurück, denn sein Skript für das Rockmusical fällt durch, bei Charlie, Stew und bei Atticus, sie finden es so dermaßen scheiße, dass Hank, der durch die Becca-Sache wieder häufiger in Kussreichweite zu Karen kommt, dann aus purer Verzweiflung doch noch Faith aufsucht, Faith, die Muse, die den Tag damit verbringt, in anderer Leute Villa zu wohnen, an ihrem Pool zu sitzen und auf ihrer Gitarre zu zupfen, Faith jedenfalls sagt Moody, sorry, aber da ist kein Herz drin, deinem Text fehlt die Seele, lauter so Quatsch halt, was ungestraft nur jemand sagen kann, der ernsthaft auf den Namen Faith getauft wurde, und unterdessen tut sich auf dem anderen Handlungsstrang ebenfalls eine Verbrüderung zur Verbesserung der Welt auf, denn Charlie und Stew tun sich zusammen, um die arme Marcy von der Männer fressen Autorin zu befreien, die Stew in eine Schwanzfalle gesperrt und Charlie schlicht eine gescheuert hatte, und irgendwie geht das alles fast gut aus, Marcy ist total gerührt von den beiden verliebten Gockeln, während Becca verständlicherweise immer noch sauer ist und Hank, der hat wie immer seine eigenen Probleme, die aufzuzählen das Stilmittel der Wiederholung überfordern würde, glauben wir. Oder gibt es diesbezüglich etwa: neue Ideen?