Season 6, Folge 7
Californication

Weil Hank Moody, der Schriftsteller, nicht schreibt, steht ihm seine ganze Phantasie für die Erziehung von Becca zur Verfügung, die Charlies Haus mit einer Party verwüstet, an deren Ende sie mit dem dicken Drogenbär im Pool sitzt und dem extrem unschön behaarten dicken Drogenbär beibringt, doch, so ein Kondom, das sei prinzipiell schon etwas Vernünftiges, und Hank Moody, der Erzieher, und Karen, die Erzieherin, schleppen Becca, die schreiben und gleichzeitig ein Rockstarleben feiern will, zwecks Schocktherapie zum nicht schreibenden Rockstar, der Becca wie von einem frisch geschlüpften, flaumigen Katzenjungen verzückt anschaut und sie nur “Child” nennt, denn, und Becca, Karen und Hank sitzen dann also bei Atticus, der Marilyn Manson zu Gast hat, ja, den ganz echten Marilyn Manson, und statt zu sagen, hey, Marilyn Manson, vielleicht zu viel Fettcreme gegessen, wenn ich mir dein Doppelkinn so anschau?, findet die spätpubertierende Becca das alles irgendwie cool, so cool, dass sie Karen bittet, ein Foto von ihr und den beiden Rockstars zu machen, während Hank, der Erzieher, nur Atticus’ Frau gehorcht, dabei von einer die schönen blauen Augen rollenden Karen überrascht wird, der Marilyn Manson gerade einen Dreier mit Becca angeboten hat, woraufhin die phantasievoll erziehenden Eltern das Haus verlassen und weiter hoffen, dass Becca ihnen folgt, was sie schließlich auch tut, allerdings mit Koks und Wein in der Tasche, was Hank, der Erzieher, gerne entgegennimmt, während Charlie, der Erzieher, aus neu erwachter Liebe zu Marcy einen Tag in der Kinderspielhalle mit seinem Sohn verbringt, dort von einer Trisha angequatscht wird, die ihm auf der Männertoilette einen Blow Job gibt, den Charlie für ihre Website filmt, was die smarte Mary, mit der Charlie dann doch noch liebevollen Phantasieelternsex hat, sofort herausfindet und ihn rauswirft, während die smarte Becca Hank mit einem dicken Packen Zetteln in der Hand zum Auto nacheilt und ihm ihr Manuskript übergibt, ganz nüchtern wieder, und warum, fragen wir uns, ist es die einzige gesellschaftlich anerkannte Vorstellung von einem selbstbestimmten, wilden, freien Leben, total in Drogen und Sex zu versinken wie prüde Amis im Springbreak, was garantiert mit gallespeihendem Erbrechen und ausderweltschießenden Kopfschmerzen endet, sodass wir diesen Wunsch ganz sicher nie mehr wieder ganz oben auf die Liste stellen, oder etwa doch? Ideen?