Season 6, Folge 6
Mad Men

Hank Moody, der Schriftsteller, schreibt nicht, so viel steht zumindest fest, wenn alles andere nicht nur im Wandel, sondern knapp vor dem Untergang ist, vor dem endgültigen Fall, denn der Private Jet, der Moody, Charlie, Faith, Atticus, seine Frau und die Witwe des verstorbenen anderen Rockstars nach New York bringen soll, kommt in heftigste Turbulenzen ganz und gar nicht metaphorischer Natur, aber die Metaphorik wirkt natürlich nach, so eine Wahnsinnsmetapher lassen sich die Californication-Schreiber doch nicht entgehen, also spielen sie das komplett durch, die Sache mit den letzten fünf Minuten vor dem Crash, die dann natürlich zum Boom und Bang werden, Charlie und die Witwe, der Roadie und die Stewardessen, Atticus und die endlich wiedergefundene Melodie, Atticus’ Frau und die Drogen und Hank und Faith, wobei Hank zuvor das Telefon weglegen darf, weil Faith ihm sagt, sie wüsste es, sie, Karen, wüsste, dass er, Hank, sie liebt, und ungefähr zur gleichen Zeit hat auch Charlie seinen Im-Angesichts-des-Todes-Ficken-Erkenntnismoment, und er erkennt, was nicht mal ihn selbst überraschen dürfte, dass er immer noch Marcy liebt, und die Erkenntnis nach so vielen Erkenntnismomenten ist natürlich, dass man da bloß nicht drauf hoffen darf, auf die große Erkenntnis knapp vorm Schluss, weil das Leben dann doch nicht so ein Arsch ist, dass es einem genau dann zeigt, wie es eigentlich gegangen wäre, glauben wir jedenfalls, doch vielleicht ist es auch einfach nur so, dass den Californication-Schreibern nix mehr Neues einfällt, vollkommen erschöpft von den Paarungen, die sie in den vergangenen Folgen zwecks Paarung herangezogen haben. Ideen?