Hipstertown Folge 4
Williamsburg wächst

Wir befinden uns im Jahre 2013. Der ganze Karmelitermarkt ist von Hipsters und Bobos und anderem unansehnlichen Gesocks besetzt. Samstag für Samstag rotten sie sich zusammen, belegen nicht nur die besten, sondern sogar alle Plätze, so lange hipsterisieren sie den Markt schon, dass die alten, ehrbaren Wirte nach und nach aufgeben.

Der ganze Markt? Nein! Ein kleines, von unbeugsamen Tranklern besetztes Lokal, hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Nennen wir den Schuppen doch einfach Pferdefleisch Gumprecht KG.

 

hipstertown - gumprecht 1

 

Sie haben Zäune aufgestellt, um die Eindringlinge abzuwehren. Wachtürme (links im Bild, Anm.), die die Attacken der Bisonfleischfresser (links nicht mehr im Bild, Anm.) genauso abwehren wie die hinterfotzigen An- und Einwürfe der Zimmer37-Spechtler, die sich vor allem auf die psychologische Kriegsführung (Hören Sie, wie können Sie denn PFERDE essen, Anm.) spezialisiert haben (rechts, nur ganz wenig im Bild, Anm.). Sogar die Georgier aus dem Madiani gegenüber werden durch einen beinahe unüberbrückbaren Graben ferngehalten (Was reden die da?, Anm., vgl "Der große Graben".)

 

Doch es nützt alles nichts.

 

Am Samstag, Punkt 11.30, hat auch bei Gumprecht - Die Pferdefleischerei die Gentrifizierung begonnen.

 

hipstertown - gumprecht2

 

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