Text - benjamin koffu

illustration – evelyn plaschg, fotos – otto retzer, lisa film

Mein Tross am Wörthersee
Im Süden Österreichs, da wo früher einmal die Alpen-Riviera gewesen sein soll, feiert Otto Retzer seit Jahrzehnten eine einzige rauschende Party. Wir haben ganz kurz mitgefeiert.

Wir treffen Otto Retzer am Wörthersee, wo sonst, alles andere wäre irgendwie nicht richtig. Retzer hat das „Le Café“ in Velden vorgeschlagen, und als wir den Laden betreten, stellen wir fest: goldrichtig. Und zwar wirklich: Goldrichtig, es sieht hier nämlich immer noch schwer nach den Neunzigern aus. Nach den Jahren, in denen Männer die Ärmel ihrer Sakkos hochkrempelten, bunte Krawatten, verwaschene Trussardi-Jeans, weiße Socken und Mokassins mit Bommeln trugen. Die Einrichtung im Le Café ist jetzt nicht alt, schick sogar, nur eben auf eine aus der Zeit gefallene Art: Messinglampen, Spots an der Decke, edle braune Holzvertäfelung, rote Tischdecken. Es passt.

Denn Otto Retzer ist, was den Wörthersee angeht, so etwas wie das Gesicht der vergangenen Jahrzehnte und ihrer Partys. Damals gab es noch welche, die Velden das Saint-Tropez Österreichs oder das Monte Carlo der Alpen nannten. In Pörtschach wurde der Platz, auf dem Retzer lange eine Bar hatte, tatsächlich entsprechend umbenannt: „Monte Carlo Platz“ heißt er jetzt. Ganz offiziell. Ja, echt.
Wir haben uns vorgenommen, mit Otto Retzer übers Feiern zu reden, über seine Filme, über Klamauk und schlechtes Benehmen in der Öffentlichkeit. Und dann betritt Retzer das Le Café, grüßt ein paar Leute, kommt an unseren Tisch und setzt sich.

Fleisch: Herr Retzer, wann haben Sie zuletzt gefeiert?
Otto Retzer: Das war vor kurzem bei einer Lokaleröffnung in München, wo Prominente eingeladen waren. Roberto Blanco und Peter Kraus waren auch da.

Und sind Sie dabei abgestürzt?
Nein. Das kommt auch nur selten vor. Zuletzt vor etwa zwei Jahren mit Franz Klammer. Das war ein Absturz ohne Ende, eine Party ohne Plan. Aber natürlich bin ich älter geworden, also um zwei, halb drei sag ich auch an meinem Geburtstag schon Tschüss.

Sie sind doch dafür Experte, also verraten Sie uns: Was macht eine Party gut?
Na ja, schau, der Idealfall bei einer Party ist, dass du nicht der Gastgeber bist, sondern eingeladen wirst. Dann hat der Gastgeber idealerweise eine Ahnung, wie man eine Party macht, was leider nur bei wenigen der Fall ist. Es gibt viele, die trotz viel Geld keine Partys machen können. Was Musik angeht, ist die einzige Möglichkeit, eine gute Party zu machen, mit Rock´n´Roll.

Rock´n´Roll? Echt jetzt?
Ja. Egal, was ist, wenn Sie heute einen Discjockey haben und der spielt irgendwann um halb zwölf, zwölf – oder bei den Jungen halt erst um drei, vier – Rock´n´Roll, dann geht es richtig ab.

Okay. Was wären dann die fünf Lieder, die eine Party braucht?
„The Door you closed to me“ (Anm. von der amerikanischen Band The Box Tops). Dann geht immer „Crocodile Rock“ von Elton John, da tanzt jeder. ABBA und fast jeder Elvis-Presley-Song gehen sowieso. Und „Griechischer Wein“ würde ich noch unbedingt spielen.

Sind Sie eigentlich nur ungern Gastgeber oder können Sie das gar nicht?
Na, na, na. Ich plane jetzt seit drei, vier Jahren eine Party. Ich habe früher ein paar Mal in Pörtschach in meiner damaligen Bar, dem „Confettis“, „Ottos Hasenjagd“ gemacht. Das war die legendärste Party.

Die Hasenjagd?
Ja. Am Eingang standen acht Bunnies mit Zylinder. Sie gaben den Damen weiße Rosen, die, wenn man die Blüten entfaltet hat, Damenslips waren. Dann wurden Bilder versteigert für die Kinderkrebshilfe, eine Rock- und Bluesband spielte und die Leute haben Champagner bekommen. Mehr war da nicht. Trotzdem sind die Leute Schlange gestanden und wollten rein.

Wieso?
Das Grundding für eine geile Party ist, dass alle, die nicht hinein dürfen, fürchterlich sauer sind. Das heißt, du musst beim Eingang etwas machen, da können Trommler stehen oder eben Bunnies. Ich habe für die Hasenjagd auch keine Einladungen verschickt, sondern nur ein paar in Umlauf gebracht.

Würde so eine Party auch heute noch funktionieren?
Ja, hundertprozentig.

Und es gingen auch noch halbnackte Frauen und Slips als Damenspenden?
Ja, das hat sich nicht verändert.

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Ein paar Dinge werden sich aber wohl doch geändert haben, oder?
Natürlich ist in den 70er und 80er Jahren bei Partys schon mal ein Joint herumgegangen. Joints werden heute auch noch geraucht, aber vielleicht nicht mehr so öffentlich wie früher. Es ist im Moment eine ganz andere Zeit. Wenn ich heute irgendwo hingehe, trinken die Leute weniger als früher und haben es trotzdem lustig. Nur, Sex, Drugs and Rock´n´Roll, das ist vorbei.

Auch bei den Jungen?
Ich glaube, ja. Also ich sehe das bei meinen Kindern. Wenn, dann saufen sie.

Aber sonst?
Ich glaube, dass das sehr zurückgegangen ist.

Haben Sie ungefähr ein Gefühl dafür, wie junge Leute in Städten heute feiern?
Ich sehe es ja. Die sind mit 15, 20 Leuten zu Hause bei uns im Garten, grillen, trinken vier Kisten Bier weg, das heißt dann Vorglühen, was wir früher nicht gemacht haben ...

Nein?
Nein, Vorglühen gab es bei mir nicht. Und dann gehen sie vorgeglüht um halb zwei in der Früh in die Disco. Da sind wir ja schon fast wieder heimgegangen. Aber das ist heute wohl angesagt.

Sagt Ihnen Minimal Techno etwas?
Minimal Techno. Hm, eine Techno-Party meinen Sie? Zu den Techno-Partys werde ich leider nicht mehr eingeladen, sonst würde ich hingehen.

Wissen Sie, was MDMA ist und wie es wirkt?
Nein.

Ketamin? So neuere Drogen generell?
Nein. Da lese ich auch in den Zeitungen gleich drüber weg. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus. Auch bei diesen Techno-Sachen.

Wann war Ihre wildeste Zeit?
Da am Wörthersee waren klarerweise die 90er die schlimmste Zeit. Umgekehrt war es wahrscheinlich so 1965-1975, die Flower-Power-Zeit.

Was war damals?
Wenn du da im Big Apple (Beat- und Rocklokal in München, das in den 60ern öffnete, Anm.) am Tisch nicht einen Joint geraucht hast, warst du out. Mein Glück war, dass all dieses Zeug bei mir nie etwas bewirkt hat. Ich hätte nie ein Problem haben können – auch nicht mit Koks – weil das bei mir nichts bewirkt.

Das glaube ich nicht.
Doch, ich schwöre, das ist bei mir so.

Keine körperliche Reaktion?
Nein, keine Reaktion. Und deswegen bin ich auch total gefeit vor diesen Dingen. Du wirst mich in all diesen 40 Jahren auch noch nie richtig besoffen gesehen haben. Da gehe ich vorher heim.

Ich habe Sie da vor Jahren einmal im Fernsehen gesehen, ich glaube, es war bei einem Oktoberfest-Besuch ...
Gut, am Oktoberfest haben sie mich öfter erwischt. Einmal hab ich scherzhalber einer Dame auf die Brust gegriffen und das wurde gefilmt. Der Bayerische Rundfunk hat dann einen Beitrag, den sie mit mir machen wollten, nicht gemacht und dann gab es ein paar Leserbriefe. Aber viele meinten auch, ich sei der einzig Authentische. Ich habe ja keine offizielle Funktion, ich bin kein Politiker, ich bin kein Lehrer, sondern Filmschaffender, der teilweise gute, teilweise schlechte Filme gemacht hat.

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Schlechte? Da würden mir jetzt ad hoc keine einfallen.
Ich bin einer der meistgesehenen Regisseure in Europa, aber ich habe ein bestimmtes Level, eine Bandbreite, die ich kann und mache. Schau, sie wollen mir immer einen Strick drehen und sagen, früher hätte ich Sexfilme gedreht. Ich war bei gewissen erotischen Lustspielen dabei. Aber als zweiter Aufnahmeleiter. Wissen Sie, was ein zweiter Aufnahmeleiter ist?

Na ja. Und was ist dann mit „Die Insel der 1.000 Freuden“, einer Ihrer ersten Filme als Schauspieler?

ACHTUNG: Spoiler-Alert!

Ja, schau, wir haben auf Mauritius diesen Film gemacht. Es gab die Rolle des Mädchenhändlers, der am Ende von einem Hai gefressen wird. Ein Sänger aus Mauritius, der das hätte spielen sollen, hatte einen Motorradunfall und fiel aus. Karl Spiehs hat dann gesagt, wir brauchen einen anderen mit Glatze. Ich hatte damals aber noch Haare – gar nicht wenige und ziemlich lange. Der Spiehs hat mich angesehen und meinte: „Otto, rasieren!“ – und ich habe mich rasiert. Das war 1976.

Sie hatten lange Haare?
Ja, ich habe so lange (deutet auf seine Schultern) Haare gehabt.

Volle, lange Haare?
Ja. Na gut, hinten hatte ich schon ein kleines Kranzerl.

Wären manche Filme, die früher okay waren, es heute nicht mehr?
Natürlich hat sich da einiges geändert. Aber wenn du „Die Insel der 1.000 Freuden“ heute im Fernsehen zeigst, lachen sogar die elfjährigen Kinder drüber. Das, was wir gemacht haben, war Kasperltheater. Also Filme wie „Drei Schwedinnen in Tirol“: Da sind ein paar Oben-ohne-Mädchen durch Kitzbühel gegangen. In den 70er Jahren war die Filmwirtschaft am Boden, das Einzige, was ging, waren diese kleinen Sexspielchen. „Unterm Dirndl wird gejodelt“ und so weiter ...


Kurzer Einschub: Otto-Retzer-Film-Screening am Dienstag, den 21. Oktober, ab 20.15; Galerie Im Ersten, Sonnenfelsgasse 3, 1010 Wien.



Wem fallen eigentlich solche Titel ein?
Da muss ich ganz ehrlich sagen, der beste Titelmacher ist Karl Spiehs. Alle diese Titel, „Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon“ oder „Gummibärchen küsst man nicht“, sind von ihm.

Wussten Sie, dass viele Ihrer Filme, aber auch „Ein Schloss am Wörthersee“ bei Kiffern beliebt sind?
Weil man die nur so ertragen kann? Vielleicht, weil sich der Humor erst zugedröhnt erschließt.

Können Sie das nachvollziehen, zumal Sie selbst auch gekifft haben?
Vielleicht probiere ich das ja noch einmal.

Gibt es eine Folge, die Sie erfahrenen Kiffern empfehlen würden?
Ja, die letzte Folge „Kapriolen am Wörthersee“. Da wollten wir ja eigentlich einen Kinofilm draus machen. Josip und Malek waren die Hauptrollen und das ist so verblödet. Ich habe noch einen Film gemacht, den müssten sich Kiffer auch anschauen: „Die blaue Kanone“. Das ist einer meiner liebsten Filme, der ist total verhuscht. Wir haben da alles reingehaut, was es zu der Zeit gab, von Ottfried Fischer über Fritz Wepper, Verona Feldbusch und Karl Markovics. Wir haben am Montag entschieden, dass wir einen Film machen, am Freitag war das Drehbuch fertig und eine Woche später haben wir gedreht. Und so schaut der Film auch aus.

Warum gibt es diese Klamauk-Filme kaum noch?
Weil die Leute, die heute bei den Sendern das Sagen haben, so verhärmt sind, man braucht nur ihre Gesichter anschauen. Die sind alle so eingekastelt ...

Aber bei allem Respekt: Dieser Humor ist auch ein bisschen von gestern.
Nein, der ist zeitgemäß, hundertprozentig. Eine Klamotte würde garantiert heute noch gehen.

Eine junge Kellnerin kommt an den Tisch und fragt, ob alles okay sei.
Retzer: „Jetzt habe ich Sie lange nicht gesehen. Aber die Augen ... sehr hübsch.“ Sie kichert. Retzer: „Und sonst? Haben wir abgenommen?“ Sie ist eigentlich schon wieder am Weg zur Theke. Retzer: „Komm noch einmal her. Einmal noch drehen.“ Sie (eher irritiert): „Drehen?“ Retzer: „Haben wir abgenommen?“ Sie: „Nein, eher zugenommen.“

Retzer bestellt noch ein Achtel Chardonnay und fährt fort: Die kleinen Mädels stehen immer noch auf mich. Du glaubst es nicht, schließlich bin ich ja ein alter Herr. Ich glaube es oft selbst nicht.

Wie merken Sie das?
Das merke ich einfach. Wenn ich der Kleinen sage, sie ist die Hübscheste, die den ganzen Sommer da war, wirkt das. Die Leute machen einfach zu wenige Komplimente.

Die Kellnerin kommt wieder und bringt den Weißwein für Otto Retzer. Retzer: „Schatzi, eine Bitte habe ich noch. Wenn ich heute Nacht ganz allein in meinem Bett liege ...“ Sie (entgeistert mit gedämpfter Stimme): „Ja?“ Retzer: „Darf ich dann ein bissl von dir träumen?“ Sie (sichtlich erleichtert, dass es nur das war, seufzend): „Ja, natürlich.“ Im Gehen sagt sie noch: „Wenn es nur beim Träumen bleibt.“ Otto Retzers Nachsatz hört sie offenbar nicht mehr: „Darf es auch etwas Schweinisches sein?“

Verstehen Sie, wenn so etwas nicht gut ankommt? Die Kellnerin wirkte irritiert.
Nein, überhaupt nicht. Natürlich muss man eine Grenze finden, ich muss schon wissen, wie weit ich gehen darf. Und da bremse ich mich schon ein.

Was ist nach der Grenze?
Keine Ahnung, ich überschreite sie nie. Ich kenne auch kein Mädel, das auf mich böse ist.

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Können Partys auch peinlich werden?
Ja, wenn man merkt, dass am falschen Ort gespart wird zum Beispiel. Das ist eine Katastrophe. Wenn sehr reiche Menschen eine Nachmittagsparty machen, da muss es Champagner geben, im Idealfall Dom Pérignon, und sicher keinen Prosecco.

Ist das so wichtig, dass man standesgemäß feiert?
Ja.

Welche Besetzung braucht eine Party?
Ich bin sicher, dass ich zum Beispiel oft eingeladen werde, weil ich einer der besten Witzeerzähler der Welt bin. Ich kann Witze gut platzieren. Es gibt einen, bei dem zuerst nur die Männer lachen und die Frauen zuerst eher betreten schauen, dann aber auch lachen. Das ist der Witz mit dem Lehrbuben in der Drogerie. Zusammenfassung: Es geht um einen einfältigen Lehrbuben und vor allem darum, dass Frauen während ihrer Tage keinen Sex und daher Zeit haben, Fenster zu putzen.

Da dreht sich keine um und geht?
Nein, nein.

Aber das ist sexistisch.
Das ist eigentlich nicht sexistisch ...

Retzer überlegt kurz und sagt dann ein wenig genervt, als habe er diese Leier schon zig Male gehört: Ja, also sexistisch ist dann alles. Sexistisch ist ja auch schon, wenn man einer Frau sagt, sie hat einen schönen Busen. In dem Fall bin ich dann sexistisch.

Reden wir noch über ein paar praktische Aspekte. Sind diese Partys mit vielen Prominenten eigentlich besser?
Nein. Die besten Partys sind, wenn von allem was dabei ist.

Welche Prominenten sollte ich zu meinem nächsten Geburtstag einladen?
Peter Rapp ist für jede Party ideal, weil er mit nichts Leute unterhalten kann. Oder Andi Goldberger, der ist auch super für Partys.

Mit Milliardären feiern, wenn man selbst keiner ist, ist super, weil ...?
Weil man auch mit denen einen schönen Tag haben kann. Aber wenn du mit superreichen Menschen feierst, darfst du nicht neidisch sein. Und das war ich mein ganzes Leben nicht.

Gehört auf Wasserskiern Champagner zu servieren zu einer gelungenen Sommerparty?
Es kommt halt gut an. Ich bin zuletzt vor einem Jahr mit einem Tablett über die Wasserskischanze gesprungen. Viele sagen dann, das ist ein Vollidiot. Aber wenn mich einer fragt und ich „Nein“ sage, bin ich arrogant, wenn ich es mache, bin ich ein blöder Hund. Ich bin lieber ein blöder Hund.

Wann hatten Sie eigentlich Ihren ersten Rausch?
Ich kann Ihnen meinen ersten Kuss sagen, oder meine erste Liebe. Aber an den ersten Rausch kann ich mich nicht mehr erinnern. Das war jedenfalls erst spät. In dem kleinen Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, haben die Jugendlichen wahnsinnig viel gesoffen und das ist mir auf die Nerven gegangen. Und da habe ich nie getrunken, bis ich um die 24 war.

Haben Sie ein paar Tipps für den Tag danach?
Wenn du einen Kater hast, spring in den Wörthersee, bleib mit dem Schädel 20 Sekunden unter Wasser und du bist ein neuer Mensch. Aber nur für ein paar Minuten. Das Wörtherseewasser hat eine irrsinnige Wirkung in der Beziehung.

Und was ist, wenn man nicht hier, sondern in Wien-Simmering aufwacht?
Dann, muss ich ganz ehrlich sagen, ist es Scheiße. Ideal sind in dem Fall ein paar Senfgurken und diese sauren, eingelegten Fische.

Otto Werner Retzer, 69, arbeitet seit den 1970er Jahren bei der deutschen Produktionsfirma Lisa Film als Schauspieler, Regisseur und Produzent. Einem breiten Publikum wurde er vor allem mit „Ein Schloss am Wörthersee“ Anfang der 1990er bekannt.




Erschienen im Herbst 2014

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