Text - Stefan Wagner
fotos – Lisa müller

In the Guetta
Drinnen: David Guetta. Draußen: der Rest der Welt. 10 Stunden und 52 Minuten lang. Wie viel Party passt durch die Ohren? Wie viel Party passt zwischen die Ohren? Notizen eines Selbstversuchs.

Die erste Nummer heisst Lovers on the Sun und beginnt wie Space Invaders. Ich finde das nicht schlecht, wenn Nummern wie Space Invaders anfangen. Ich hab das als Kind nachmittagelang gespielt. Ich sitze also auf dem Rand der Badewanne, Zahnbürste im Mund, und nicke fröhlich im Bontempi- Rhythmus der Eindringlinge.
   Die zweite Nummer heißt Sexy Bitch und beginnt auch wie Space Invaders.
Ich denke: Haha. Hab da eine Playlist von 250 Nummern abzuarbeiten, und die beiden ersten klingen gleich. Geiler Zufall. Muss ich gleich aufschreiben, wenn ich mit dem Zähneputzen fertig bin.
   Sexy Bitch hat einen bemerkenswerten Text. Die Nummer handelt von einer schönen Frau (einer „Diva“). Der männliche Interpret, singt er, mag so sein wie sie, „and I wanna meet her“. Was nicht nur irritiert, weil „meet her“ auf „Diva“ gereimt wird, sondern auch, weil der Interpret eine Frau sein mag, um diese dann treffen zu können.
   Das ist entweder eine Trottelei oder ein stark individualisiertes gesellschaftspolitisches Statement.

Wenig später lässt David Guetta den Interpreten sagen, dass er die Frau, die er sein will, um sie danach zu treffen, beschreiben möchte, aber fürchtet, dass die zutreffenden Worte respektlos sein könnten.
   Damit scheidet die Statement-Theorie aus.
Sexy Bitch war 2009 der erste Nummer-eins-Hit von David Guetta in Deutschland und seine erste Top-5-Nummer in den USA. Die Nummer wurde 6,4 Millionen Mal verkauft.
   Ich sitze auf dem Rand meiner Badewanne, Zahnbürste abgedreht. Aus meinen Kopfhörern zischt und pocht es.
   Mn-ts. Mn-ts. Mn-ts.
Auch die dritte Nummer beginnt wie Space Invaders. Ich schaue auf die Uhr. Knapp vor dreiviertel acht. Draußen ist Morgenjournal.
   Drinnen sind noch 10 Stunden und 43 Minuten.

                                                                ***

Passiert ist mir das Ganze so, dass der Huber angerufen hat. Wir haben eine Idee, hat er gesagt. Du musst für unser Party-Heft über David Guetta schreiben. Ein Selbstversuch. Wir wollen wissen, wie viel Party man über die Ohren in einen Menschen reinkriegt.
   Ich: ?
   Huber: In einen Menschen halt, der normal nicht so das Party-Animal ist. Da bist du mir eingefallen.
   Ich: Aber …
   Huber: Die Geschichte ist locker in einem Tag recherchiert und geschrieben.
   Ich: Ich …
   Huber: Also. Du hörst David Guetta. So lang wie eine Party dauert. Und schreibst auf,     was passiert. Ist doch interessant. Super Geschichte. Hätte ich am liebsten selber geschrieben.
   Ich: Was ist Partylänge?
   Huber: Wir schicken dir eine Spotify-Playlist. Brauchst nur durchhören.
   Ich: Huber. Ich bin 46. Sechsundvierzig. Was soll ich mit David Guetta?
   Huber: Du bist grad erst 46 geworden. Der Guetta wird im November 47.
   Ich: Leck mich im Arsch.
   Huber: Super. Du wirst sehen, das wird ein Spaß. Ich freu mich.
Dann legt der Huber auf.

Ein paar Stunden später ruft mich eine auffällig gelaunte junge Frau aus der Fleisch-Redaktion an und sagt einen Satz, den ich in meiner Lebensplanung nicht berücksichtigt hatte: Du bist der mitm Guetta, gell?

                                                               ***  

Am nächsten Morgen um sieben beginne ich, mir eine Spotify- Playlist runterzuladen. Um halb acht stülpe ich mir über die Ohren ein Paar Kopfhörer, die die Fotografin mitgebracht hat. Die Kopfhörer soll ich tragen, bis die Playlist aus ist, sagt sie. Das wird am frühen Abend sein. Die Kopfhörer sollen das Einzige sein, was sich von einem normalen Tag unterscheidet, sagt sie auch. So sind die Spielregeln. Ein Samstag wie immer, nur mit Kopfhörern halt. Dann sagt die Fotografin noch: Du brauchst eh nur aufschreiben, was passiert, hat der Huber gesagt.
   Die Playlist ist 10 Stunden und 52 Minuten lang.

                                                              ***

Halb elf vorbei. Es ist in den ersten drei Stunden nicht viel passiert, was man zwingend „passieren“ nennen müsste, abgesehen von entschlossen rollenden Angriffswellen Außerirdischer. Meine Ohren haben unter den Kopfhörern zu schwitzen begonnen. Ich schreibe das auf, bezweifle aber, ob Huber schwitzende Ohren gemeint hat, als er gesagt hat, ich soll aufschreiben, was passiert.
   Als Nächstes notiere ich, dass ich vermute, dass das eine langweilige Geschichte wird. Ich kenne mich bei Kopfhörern nicht sehr gut aus. Aber ich vermute, man hätte ein zurückhaltenderes Modell auswählen können, ohne die wissenschaftliche Schlagkraft des Experiments zu gefährden. Mit den Kopfhörern, die man mir zugeteilt hat, würde sogar ein 16-Jähriger wie ein Vollidiot aussehen. Das heißt, ich sehe aus wie ein 46-Jähriger, der nicht einmal weiß, dass die Kopfhörer, die er trägt, sogar Leute wie Idioten aussehen lassen, zu denen sie altersmäßig passen würden.
   Meine Tochter, zweieinhalb, findet den Papa heute eigenartig. Nicht nur weil er Kopfhörer trägt, aus denen es zischt und pocht, sondern auch wegen der komischen Sonnenbrille, die eigentlich der Mama gehört. Aber die Kleine schätzt die Gelassenheit, mit der der Papa heute darauf reagiert, dass sie einige neue Versionen von The Wheels on the Bus auf YouTube gefunden hat. 

                                                              ***

Dann möchte die Kleine in den Garten schaukeln gehen.
   Ich möchte nicht in den Garten schaukeln gehen, weil ich Angst habe, dass mich die Nachbarn sehen.
   Noch mehr habe ich Angst davor, dass mich die Nachbarn hören. Denn aus meinen Kopfhörern kommt das mnts- mn-ts-mn-ts, das man sonst nur von tiefergelegten Audis mit Kennzeichen Wiener Neustadt Bezirk kennt.

                                                              ***

Kurz vor zwölf. Die Musik von David Guetta, und ich glaube, nach ungefähr viereinhalb Stunden darf man sich schon ein erstes Urteil erlauben, ist Scheiße. Da gibt’s nichts schönzureden. Dämliche Akkorde, plumpe Beats, hirnperforierte Texte, immer wieder dieses vertrottelte rhythmische Li-La-Laune-Klatschen.
   Noch schlimmer wird es nur, wenn beim Produzieren offenbar eine Idee passiert ist. Dann tauchen Schiedsrichterpfeifen auf oder solche Sachen.
   Ich gehe mir die Hände waschen und denke darüber nach, wie David Guetta mit etwas, das objektiv Scheiße ist, 25 Millionen Dollar verdienen konnte. Es gibt ja nur mehr wenige Branchen, in denen man mit wirklicher Scheiße wirklich reich werden kann.
   Irgendwas, ganz im Ernst, muss der also echt richtig machen.

Erster Erklärungsansatz: Es ist nicht nur egal, ob ein Blutdrucksenker gut schmeckt, ob ein Automechaniker singen kann oder ein Herzchirurg Herzensbildung hat. Es ist auch egal, ob man die Musik von David Guetta anhören kann, im Sinne von anhören. Das ist nicht Musik im Sinn von Musik. David Guetta macht Funktionsmusik, Funktion: Aktivierung von Becken und Bauch, Vernachlässigung der darüberliegenden Körperregionen.
   David Guetta hat ziemlich sicher verstanden, dass David Guetta klingen muss wie Wodka Red Bull, um zu funktionieren. Es ist anzunehmen, dass die Musik von David Guetta und Wodka Red Bull überhaupt in einer symbiotischen Beziehung stehen.
   Die aktuelle Nummer auf meiner Playlist ist Without You und stützt diesen ersten Erklärungsansatz sehr.

Zweiter Erklärungsansatz: Nachdenken, während man David Guetta hört, fühlt sich an wie verkatert nachdenken. Die Musik von David Guetta scheint gewisse Hirnareale gezielt zu attackieren und lahmzulegen. Ich kann unter dem Einfluss von David Guetta natürlich nicht feststellen, ob der zweite Gedanke den ersten stützt.
   Ich suche im Internet nach Studien zur neurologischen Wirkung von David Guetta, kann aber keine finden. Von Mozart gibt es so was, da haben sie herausgefunden, man wird gescheiter beim Zuhören.
   Vielleicht wird man von David Guetta depperter?
   Vielleicht meiden Neurologen die Studie, die das belegen würde, um Probanden nicht in Gefahr zu bringen?
   Ich ertappe mich dabei, wie ich mich mit dieser Frage ernsthaft auseinandersetzen möchte. Es beruhigt mich, dass mich das beunruhigt. Mein Gehirn scheint die Areale, die lebenserhaltende Warnfunktionen wahrnehmen, vor dem Zugriff von David Guetta zu verteidigen.

                                                              ***

Die Version von Memories, die gerade in der Playlist dran ist, ist dem Sampler Kneipenhits – Die Kölsche entnommen, auf dem sich David Guetta in der Gesellschaft von Künstlern wie Höhner, Bläck Fööss, Rabaue, Brings, Hanak, Paveier, Jürgen Drews, Domstürmer, Räuber befindet, „u.v.a.“, wie auf dem eingeblendeten Cover vermerkt ist.
   Noch vier Stunden 21 Minuten.

                                                           ***

David Guettas Ruf als Weltstar ist nicht allein durch sein Äußeres zu erklären. Er sieht aus wie eine Mischung aus Otto Waalkes und Michael Douglas, mit einem ungünstig hohen Anteil Waalkes. David Guetta spricht mit schnatternder, krächzender, ein wenig quietschender Stimme, die in der letzten Silbe eines Satzes oft unvorteilhaft nach oben abdreht. Wenn er lacht, klingt das wie eine Zeichentrickfigur.
   Er reist meist mit dem Privatjet, weil das wegen der Menge seiner Auftritte kaum anders möglich wäre. Er nimmt pro Auftritt sechsstellige Gagen. (Man muss kein Weltmeister im Multiplizieren sein, um die 25 Millionen für eine konservative Schätzung zu halten.)
   Vorletztes Jahr war David Guetta in Wien für ein großes Open-Air-Konzert in der Freudenau. Seine Live-Performance bestand im Wesentlichen darin, auf seinem Laptop jene Taste zu drücken, die das Set startete. Der Rest war gute Miene machen, Herzen aus Zeigefingern und Daumen bilden, hüpfen (er hüpft gerne) und handbeschriebene Zettel in die Kameras halten, für die Großbildleinwände. Auf den Zetteln stand „Yeah“ oder „I love you“.
   Das mit den Texten und David Guetta wird nix mehr.

                                                              ***

Tell me, baby, are you wet?
(Wet, wet, wet, wet, wet)
I just wanna get you wet, wet
(Wet, wet, wet, wet, wet)
Drip, drip, drip, drip for me, mami
Can you drip, drip, drip?
Drip, drip, drip, drip for me, mami
Can you drip, drip, drip?

Bei Nummern, deren Melodien und Texte hohen Wiedererkennungswert haben, dreht David Guetta bei Live-Auftritten gerne die Musik ab und lässt das Publikum alleine weitermachen. (In Wien überließ er dem Publikum das „Three“ bei einem Countdown.)
   Wet ist eine Nummer, bei der das gut funktioniert mit dem Alleineweitermachenlassen.
   Der Laptop von David Guetta brüllt: „I just wanna get you wet, wet!“
   David Guetta drückt eine Taste, und der Laptop schweigt.
   Die Leute brüllen dann: „Drip for me, Mami!“
   Ich bin gerade beim Spar, um Paprika, Milch, Schokolade und Salami einzukaufen, als Wet läuft, und stelle mir vor, an der Kassa in der Schlange zu stehen, mit meinen Kopfhörern, aus denen es unablässig zirpt und zischt und pumpt, einen Zeigefinger hoch in die Luft zu strecken, mit dem Kopf zu nicken, die Kassierin fordernd anzusehen und laut zu rufen: „Drip for me, Mami!“
   Und wenn mich die Kassierin dann fragend anblickt, sehr antwortend zurückzuschauen, den Kopf schief zu legen und zu brüllen: „Can you drip for me?“
   Noch knapp drei Stunden.
   Ich bin echt schon gaga genug, so etwas WIRKLICH ZU DENKEN.
   Werde ich irgendwann gaga genug sein, so was auch zu machen? Ich habe ein bisschen Angst.
   Huber schreibt eine Facebook-Nachricht: „Und?“
   Ich: „Oida.“
   Er: „Wie läuft’s?“
   Ich: „Drip for me, Mami.“
   Er schreibt dann nicht mehr.

Noch zwei Stunden 28 Minuten.

                                                              ***

Ich habe dann eine Theorie. Die sieht so aus: Der menschliche Körper gerät bei dauerhafter Zuführung von David Guetta und nicht gleichzeitiger Zuführung von psychoaktiven Substanzen in eine Dysbalance.
  In der Praxis hab ich Kopfweh.
  Ich tu dann etwas, was nicht ausgemacht war und den wissenschaftlichen Auftrag des Fleisch-Party-Projekts, zugegeben, nicht unterstützt: Ich dreh die Musik leiser. Das ist im ersten Moment eine große Erleichterung. Ein paar Momente später notiere ich eine neue Erkenntnis: David Guetta funktioniert nur laut. Bässe-im-Bauch-laut. In normaler Lautstärke klingt er wie warmes Dosenbier.
  Das ist erstaunlich, denn David Guetta ist längst Popstar, als Folge seiner, wenn man so will, herausragenden künstlerischen Leistung: David Guetta hat House und Dance und Pop zusammengeführt.
   David Guetta selbst sagt dazu: Er hat Brücken zwischen Amerika und Europa geschlagen, zwischen Schwarzen und Weißen.
   Andere sagen: David Guetta ist für die elektronische Musik, was Andreas Gabalier für die Volksmusik ist und Helene Fischer für die Autorität der Wiener Exekutive.
   Die schlimmsten Nummern sind wirklich die verpoppten, When Love Takes Over mit Kelly Rowland, Wahnsinn, klebrig, sülzig, unfassbar.
   Das hätte man mir in der Playlist ersparen können, zum Beispiel.
   Ich sag das nur, falls das hier jemand von der Fleisch-Redaktion liest.

Ich notiere: „Wegen der Lautstärke: Wie machen das die Leute im Büro? Drehen die Ö3 voll auf, wenn David Guetta kommt? Was sagt der Chef, wenn aus dem Radio plötzlich die Frage kommt, ob jemand tropft? Was, wenn grad Kunden da sind? Oder hören die Leute neben der Arbeit einfach lauwarmes Dosenbier?“
   Noch eineinviertel Stunden.

                                                              *** 

Das Kopfweh lässt nach, aber es kommt dann noch eine neurologische Krise. Sie ist nicht mit Beschwerden im Sinn von Schmerzen verbunden, aber die Häufung markanter Symptome ist bemerkenswert. Es passiert nämlich Folgendes:
   1) Bei Can’t U Feel The Change finde ich den Gedanken originell, dass David Guetta fragt, ob jemand das Kleingeld spüren kann. Ich erwäge, das bei der Passage dazuzuschreiben, wo es um sein Einkommen geht.
   2) Bei Choose verstehe ich „You wanna bring me shoes“ statt „You wanna make me choose“. Ich wundere mich darüber zu wenig, um den Text zu googeln. Ich notiere stattdessen: „Unkonventioneller Text. Aber plausibel. Wenn man auf einer Party war, wo der Hausherr Wert darauf gelegt hat, dass man Hausschuhe trägt, braucht man ja irgendwann seine Schuhe wieder.“
   Ich streiche das aber dann wieder durch.
   3) Mir wird körperlich schlecht. Kreislauf diesmal. Wie nach drei starken Kaffees auf nüchternen Magen.
   4) Bei On the Dancefloor kneife ich die Augen zusammen, schürze die Lippen wie jemand, der einen Fisch küsst, und nicke mit dem Kopf und dem ausgestreckten Zeigefinger im Rhythmus des Dancefloor.
   5) Die Fotografin deutet mir: Badewanne wäre noch ein geiles Motiv. Ich deute zurück: Klar. Cool. Gute Idee.
   6) Bei Atomic Food notiere ich: Geile Nummer. Echt jetzt. Klingt wie Talking Heads.

Ich setze mich dann auf den Ergometer, was sich als erstaunlich vernünftige Idee erweist. Der Körper speichert David Guetta offenbar als eine Art Stoffwechselabfallprodukt, scheidet es aber mit Schweiß wirkungsvoll aus.

                                                              ***

Die letzten fünfzehn Minuten. Fast ein Gefühl von Abschied. Ich such mir zuerst den kompletten Text von Atomic Food raus, meiner Lieblingsnummer von David Guetta.
   Beaf Fish Lamb Water / Milk Cheese Pan Corn / Beas Rice Bread Tomatoes / Cucumber Brocoly Beet Carrots
   Atomic Food
   Oranges Bananas Onions Grappes / Chocolate Apples Lemon Potatoes / Celery Lettuce Cherry Ice cream / Yogurth Butter Jam Salt
   Atomic food
   Beaf Chicken Fish Lamb / Tomatoes Wine Brocoly Cucumber Atomic Food Onions Bananas Carrots Grappes / Bread Apples Lemon Potatoes / Celery Lettuce Coconut Jam / Butter Chocolate Bread Ice cream
   Atomic Food
   The beaf The chicken The fish The lamb The water The milk The cheese The carrot / The corn The rice The beans the bread The brocoly The butter The carrot The orange The lettuce The pinnapple / The jam The chocolate The wine The eggs The salt The pepper the onion The rice The corn the sugar The garlic The bread The water The grappe.


Wir fotografieren dann auch wirklich noch in der Badewanne.
   „Hätt ich fast vergessen“, sagt die Fotografin.
   „Wäre schade gewesen“, sag ich.
   „Ist sicher ein super Motiv.“
   Mit Kopfhörern und Sonnenbrille, ich schau aus wie eine Mischung aus adipösem Deutschrapper und Vollidiot, mit einem ungünstig hohen Anteil adipösem Deutschrapper.
   „Adipöse Onkelz“, sag ich zur Fotografin, „hahaha“, und deute auf meinen Bauch.
   Sie grinst gütig und freundlich, nickt und streckt den Daumen in die Höhe.
   Die letzte Nummer auf der Liste heißt Ain’t a Party.
   Echt.
   Ich notiere: „Letzte Nummer Ain’t a Party –> guter Schlussgag.“

Erschienen im Herbst 2014

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