text - Markus Huber, Maria Windhager

 

             Korrekturen

Nach Rücksprache mit seiner Anwältin entschuldigen wir uns bei Erich Nuler für einige missverständliche Dinge in unserer Titelgeschichte aus Fleisch #27.
In der Titelgeschichte unserer Herbstausgabe („Österreich wählt“, HIER der Link zum Originalartikel) hatten wir insgesamt mehr als 20 Menschen in Wort und Bild porträtiert, die bei diesem Nationalratswahlkampf unserer Meinung nach wichtig waren. Die Bandbreite reichte von Stammwählern der einzelnen Parteien über Meinungsforscher, Wahlkampfmanager, PR-Experten bis zu Journalisten. Einer davon, der Ressortleiter Politik von „Heute“, Erich Nuler, wurde von uns aber teilweise verkürzt, teilweise sogar falsch zitiert und beschrieben. Wir entschuldigen uns dafür in aller Form und korrigieren deswegen gerne folgende Punkte, die in unserem Text möglicherweise missverständlich waren.

 

  1. Der veröffentlichte Text wurde von Erich Nuler nicht autorisiert. Die von uns aufgebrachte Frage nach der Macht von Journalisten haben lediglich wir uns gestellt und nicht mit Erich Nuler erörtert.
  2. Anders als wir geschrieben haben, hat Erich Nuler nie „journalistisch“ mit Niko Pelinka zusammengearbeitet. Er war viel mehr zu jener Zeit, in der Pelinka für Chilli.cc geschrieben hat, Vorsitzender des Vereins, der Chilli.cc herausgegeben hat.
  3. Weiters schrieben wir, Nuler habe für die Bezirkszeitung des SPÖ-nahen Echo-Verlags gearbeitet. Tatsächlich gibt es ein Blatt mit Namen „Bezirkszeitung“, und das gehört zum Verband der Regionalmedien Austria, einem Joint Venture von Styria und Moser Holding - beides nicht gerade SPÖ-nahe Medienhäuser. (Ergänzende Anmerkung: Nuler hat während seiner Studienzeit als freier Journalist unter anderem für eine Regionalzeitung namens „Bezirksblatt“ gearbeitet. Diese ist dem SPÖ-Wien nahen Echo-Verlag zuzuordnen)
  4. Anders als von uns geschrieben fand Nuler nicht, dass „Werner Faymann einen großartigen Wahlkampf macht, weil er die wichtigsten Themen (Arbeit) besetzt“. Er fand vielmehr, dass „die Ein-Wort-Plakate der SPÖ zwar inhaltsleer, kampagnentechnisch aber gelungen“ waren, weil jeder der die Ein-Wort-Plakate der SPÖ kritisiere, damit ja transportiere, dass sie genau für dieses Wort stehe, ohne selbst Visionen aufzuzeigen. Für diese Verkürzung entschuldigen wir uns.
  5. Wir entschuldigen uns auch dafür, dass wir schrieben, nach Nulers Meinung würde „die ÖVP in diesem Wahlkampf nicht wahnsinnig gut vom Fleck kommen“ und viele „Steilvorlagen“ liefern. Tatsächlich hatte Herr Nuler präziser formuliert: die ÖVP hätte in diesem Wahlkampf in Sachen Arbeitszeit nicht „proaktiv formuliert“ und der SPÖ dadurch „eine Steilvorlage geliefert.“
  6. Besonders entschuldigen wir uns, sollte durch unseren Artikel der Eindruck entstanden sein, Erich Nuler hätte im Gespräch mit uns eine Wertung über den FPÖ-Wahlkampf abgeben. Das hat er nicht. Er hat lediglich gesagt dass „alle Parteien und Generalsekretäre ungebrochen Interesse an Heute-Berichterstattung zeigen.“
  7. Und zum Abschluss revidieren wir auch den letzten Absatz unserer sechs Absätze langen Passage über Erich Nuler. Darin schrieben wir in unseren Worten, Nuler wüsste, dass sein Blatt vor allem von Menschen gelesen wird, die sonst für Medien nicht so empfänglich sind. Dabei handelte es sich um kein Originalzitat von Herrn Nuler. Erich Nuler hatte gesagt: „Heute wird nahezu von allen gelesen, die auch andere Zeitungen lesen, aber eben auch von Menschen, die sonst für Medien nicht so empfänglich sind.

 


Erschienen im Herbst 2013 sowie im Winter 2014

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